Die Lust auf Rennen ist da
von Jörg Jaksche am 13.04.06
Ja, ja, ihr habt keine Lust auf Ausreden und ich auch nicht.
Ich habe im Winterhalbjahr einfach nicht die Kurve zum Schreiben bekommen.
Aber viel ist auch nicht passiert. Dass der Winter kalt war und viel Schnee lag, dass habt ihr ja auch selbst erlebt. Ich habe den Winter genutzt und meinem Körper bewusst auch mal ein paar andere Bewegungsmuster verordnet. Ich bin Ski gefahren, und habe absichtlich ein wenig unkoordiniert meine Krafteinheiten trainiert und auf dem Heimtrainer gekurbelt.
Trainingsauftakt in der Toskana
Immerhin habe ich es auf diese Weise geschafft, dass ich den nötigen Abstand vom Radfahren gewonnen habe. Doch ab Mitte Januar ging es dann wieder verstärkt in den Sattel und zum Formaufbau in die Toskana. Natürlich habe ich in 'bella Italia' das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und neben den harten Einheiten auch Zeit für einen gemütlichen Cappuccino gefunden. Die angenehme Wärme hat mich sicherlich etwas verwöhnt, denn im sogenannten Frühjahr unserer Breitengrade kommt bei mir noch keine rechte Jubelstimmung auf.
Guter Auftakt bei Tirreno-Adriatico
Aber egal, die Saison hat für mich einen recht guten Start genommen. Bei der Tirreno-Adriatico musste ich mich am Ende nur Thomas Dekker geschlagen geben und wer weiß wie es ausgesehen hätte, wenn nicht wegen der Schneefälle genau die Etappe ausgefallen wäre, bei der ich mir was ausgerechnet hatte. Hätte, Wenn und Aber ...
Dann hatte mich leider die Grippe im Griff und ich musste beim internationalen Kriterium schon nach dem ersten Tag aussteigen - hatte einfach keinen Sinn es weiter zu versuchen.
Die Frühjahrsklassiker stehen an!
Und schon geht der Blick zum kommenden Sonntag und dem Amstel-Gold-Rennen bei dem es rechts, links, hoch und runter geht und bei dem ich mir eigentlich nicht so viel für mich ausrechne. Da sehe ich schon eher Möglichkeiten bei Lüttich-Bastogne-Lüttich. Auf dieses Rennen freue ich mich schon.
So, der Anfang ist gemacht. Nach den Frühjahrsklassikern melde ich mich mit wieder.
Viel Spaß bis dahin an den Strecken und vor den Fernsehern
Euer Jörg
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